Einem „historischen Protokoll" zufolge wurde am 3. Februar 1956 in der Gaststätte Möllenbuhr unter
Beteiligung aller Offiziere die erste Jungschützenabteilung ins Leben gerufen.
Besonders erwähnenswert war, dass „die Begeisterung unserer Jugend aus dem
Vereinsbezirk alle Erwartungen übertraf". Am 2. Juli 1956, so berichtet das
Protokoll, trafen sich die Offiziere und Jungschützen in der Tischlerwerkstatt
Hoffjann an der Sonnenstraße, um gemeinsam Holzgewehre für die Jungschützen
anzufertigen. Die Anzugsordnung für die Jungschützen am Sonntag während des
Umzuges lautete folgendermaßen: weiße Hose, weißes Hemd, Holzgewehr mit Blume
und Schützenhut. In diesem „Outfit" nahmen die Jungschützen zum ersten Mal am
Festumzug im Jahre 1956 teil.
Initiatoren der Gründung der Jungschützenabteilung waren Anton de Boer, Bernhard Schreiber und Heinrich Lammers. An der ersten Versammlung 1956 nahmen
insgesamt folgend aufgeführte 14 Jugendliche teil:
1) Bernh. de Boer, 2) Herm. de Boer, 3) Heinz Achteresch, 4) Bernh. Achteresch, 5) Rudi Gründken, 6) Alf.Gründken, 7) Herm. Banken, 8) Herm. Grundmann, 9) Martin Hoffjann, 10) Berni Dropmann, 11) Hans Schreiber, 12) Jos. Schreiber,13) Lamb. Reinermann und 14) Alf. Kühlkamp
Die Jungschützenabteilung besteht zur Zeit aus ca. 45 Mitgliedern. Mitglied kann
jeder Jugendliche werden, der das 16. Lebensjahr vollendet hat und bereit ist,
sich an den Aktivitäten und Veranstaltungen der Jungschützen und des
Schützenvereins Buterland-Beckerhook e.V. rege zu beteiligen. Zusammenhalt,
Kameradschaft und Einsatzbereitschaft stehen für uns alle im Vordergrund.
Aufgenommen werden die „Frischen" am Schützenfestdienstag. Mit einem Planwagen wird ein „Zug durch den
Vereinsbezirk gemacht" an dem traditionell einige Fahnen der Vereinsmitglieder
„gestohlen" werden, die später für einen angemessene Ablöse zurückerstattet
werden können. Während einer Pause werden die „Frischen" dann gebührend mit
einer „Biertaufe" in die Jungschützen aufgenommen.
Während des Festumzuges bilden die
Jungschützen, auch wegen ihrer immer großen Anzahl, einen eigenen Zug in der I.
Kompanie. Die Anzugsordnung lautet heute: weiße Hose, weißes Hemd, grüne
Krawatte mit Emblem, schwarze Schuhe, schwarzer Gürtel, schwarze Socken,
Holzgewehr mit Eichenlaub (seit dem Nienborger Schützenfest) und Strohhut mit
Feder.